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| ROTE ARMEE FRAKTION: LENINISTEN MIT KNARREN Eines der Kennzeichen der Erstarrung und Isolierung der ehemals antiautoritären Bewegung in eine Vielzahl von dogmatischen und sich selbst genügenden SEKTEN war und ist der radikale Abbruch jeglicher solidarischer Diskussion im Rahmen der gesamten linken Bewegung. In dem Maße, wie Diskussionen über andere Gruppen lediglich in ihrer Funktion als Hervorhebung der eigenen Wichtigkeit, als Denunziation einer Abweichung vom eigenen, sorgsam gehüteten, einzig richtigen revolutionären Weg nur noch benutzt wurden, entlarvten sich die diversen politischen Sekten als schlichte Geschäfts- und Werbeagenturen in Sachen RICHTIGER LINIE! Es hat schon immer in der revolutionären Bewegung Abspaltungen und Fraktionen gegeben, solche Spaltungen waren niemals Grund zum Lamentieren, sofern sie ein Ausdruck dafür waren, daß die Revolutionäre sich über ihre tatsächlichen Interessen, Aufgaben und Bedürfnisse Klarheit verschaffen wollten. In solchen Fällen verstärken Spaltungen und Fraktionen den praktischen Diskussionsprozeß um die Klarheit der notwendigen und möglichen Aufgaben. Entscheidend ist jedoch, daß die verschiedenen Fraktionen ihre Praxis auf die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft beziehen, so wie sie sich vor ihren Augen abspielt und nicht, wie sie sich in ihren Köpfen ausmalen läßt. Weiter ist entscheidend, daß ein gemeinsamer solidarischer Diskussionsprozeß überhaupt ermöglicht wird, daß hinter ihn die bornierten Organisationsinteressen der jeweilige Fraktionen zurücktreten. Ein so verstandener DISKUSSIONSZUSAMMENHANG ALLER REVOLUTIONÄRER GRUPPEN trägt dazu bei, die richtigen und notwendigen Momente der heutigen Fraktionen schärfer herauszustellen und zu verdeutlichen. Aber nicht mit dem Ziel, diese Faktionen zu konservieren und zu verewigen, sondern sie im Prozeß der Kämpfe selbst aufzuheben. Es kann heute nicht mehr darum gehen, daß die verschiedenen revolutionären Fraktionen sich gegenseitig bekämpfen und be(?)ehden, ihre eigene Organisation mehr und mehr aufblähen, um dann mit großen Organisation RICHTIGE KÄMPFE führen zu können. Die Geschichte der Arbeiterbewegung hat solche mechanistischen Organisationstheorien mehr als einmal gründlich praktisch widerlegt. Für wen die Geschichte der Klassenkämpfe nicht bloß ein buntes Kostüm ist, in das man problemlos hineinschlüpfen kann, dem zeigt die Geschichte, wie unter den spezifischen historischen Bedingungen in den Kämpfen die adäquaten Kampforganisationen entstehen, sich weiter mit den Kämpfen entfalten. |
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posted by lazespud Dec 21 2007, 4:31 AM EST
Agit 883 articles called "Leninists with Guns" from 1971
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